August 2020

August 2020




FINNLAND

31. August
Nach einem gemütlichen Frühstück gehts nach Pyhä.
Im dortigen, sehr interessanten Info-Center mit Ausstellung über die Entstehungsgeschichte der umliegenden Hügel, halten wir uns sehr lange auf.
Der Nationalpark Pyhä Luosto ist der älteste Nationalpark in Finnland.
Die Hügel und Berge um uns herum bestehen schon seit zwei Millionen Jahren.
Am Nachmittag fahren wir Richtung Luosto.
Wir finden einen wunderschönen Platz an einem kleinen Badesee. Es gibt, außer Blaubeeren, die hier schon fast vorüber sind, Lingenberries. (Preiselbeeren)
Ein Becher voll ist gleich gepflückt und mit etwas Zucker schmecken sie hervorragend zum Müsli.

29. August
Ab heute ist die Einreise für Deutsche aufgrund zu hoher Fallzahlen nach Norwegen nicht mehr erlaubt. Eine Möglichkeit für uns wäre in eine 10 Tage Quarantäne zu gehen. Das setzt jedoch voraus, dass wir 10 Übernachtungen, die vorgebucht sein müssen, nachweisen können.
Da wir aus Finnland kommen, wollen wir trotzdem versuchen nach Norwegen einzureisen. Sollte das nicht klappen, besuchen wird das schöne Schweden eben etwas früher.
Auf unserer Fahrt nach Kemijärvi steht ein prachtvoller Rentierbock neben der Straße. Erstaunlicherweise ganz alleine.
Wir übernachten in Kemijärvi auf einem ordentlichen Campingplatz um Wäsche mit einer vorhandenen Waschmaschine und Trockner zu waschen und zu trocknen. Wir nutzen den Luxus der Campingplatzküche um ein leckeres Abendessen zu kochen.
30. August
Heute ist unser Ziel der Pyhä-Luosto N.P.
Nach nur ca. 45 km erreichen wir die südlichen Ausläufer und finden in Porolaavu einen Platz im Wald mit Hütte und Feuerplatz.
Zunächst wandern wir zu hiesigen Hauptattraktion, einen 500 Meter hohen Felsen der sich wunderschön in Sonnenlicht abhebt.
Am späten Nachmittag dann noch eine kleine Wanderung in das naheliegende Dorf.
Wir machen, wie so oft, ein Feuer an. Zwei finnische Paare gesellen sich zu uns für ein nettes Gespräch.

27. August
Der nächtliche Regen hat aufgehört. Es sind jetzt nur noch 8 Grad.
Unsere Heizung funktioniert und zum Frühstück haben wir es mollig warm.
Nach insgesamt 8101 km erreichen wir Rovaniemi am Polarkreis.
Unser Weg führt uns zum Arktikum, ein Doppelmuseumskomplex, über die Arktik und das Leben der Lappen.
Das arktische Zentrum stellt die Lebensbedingungen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Arktik dar.
Eine Attraktion ist auch der 172 mehr lange Glastubus, als Teil des Museums.
Wir übernachten in der Stadt auf einem freien Parkplatz für Wohnmobile.
28. August
In Rovaniemi schauen wir uns noch das Lappia-Haus an, das von dem bekannten Architekten Alvar Aalto entworfen wurde.
Bei strahlendem Sonnenschein machen wir einen Spaziergang über die hochmoderne Brücke in Rovaniemi.
Nur acht Kilometer nördlich der Stadt erreichen wir den Polarkreis. Dort befindet sich auch das Weihnachtsdorf wo sich aufgrund der aktuellen Situation kaum Besucher aufhalten.
Wir wurden persönlich vom Weihnachtsmann begrüßt und hatten ein nettes Gespräch mit ihm. Sein Bart ist um einiges länger als meiner, die Farbe jedoch ist dieselbe.
Wir hätten ein Bild von ihm und uns für EUR 60 erstehen können, worauf wir aber dann doch verzichtet haben.
Wir verlassen diesen Ort um nur wenige Kilometer weiter direkt an einem See mal wieder einen wunderbaren Nachmittag und Abend zu genießen .
Es gibt ein nettes Feuer-Haus mit Blick auf den See. Holz liegt selbstverständlich zur freien Verfügung bereit.

25. August
Fit in den Morgen: einen Spaziergang über bewegliche Brücken zu einer kleinen Insel und zurück. Mit nur neun Grad ist es recht frisch und windig, zu kühl um sich lange aufzuhalten.
Wir fahren Richtung Ranua los.
Ca. 50 km weiter gibt es einen kleinen Yachthafen und so entscheiden wir uns für eine frühe Mittagspause.
Kurz nach Posio überschreiten wir die unsichtbare Grenze zu Lappland.
Bei herrlichem Wetter finden wir bei einem Parkplatz ein Hinweis auf einen Stellplatz am See, ausgeschrieben von der staatlichen Forstwirtschaft. (METSA)
Wie fast immer ist dieser wunderschöne Platz, Lastenlampi, menschenleer. Es gibt eine Schutzhütte, Feuerholz, Grillplatz und Wanderwege zum Teil über Holzstege.
Heute abend kocht Maria ein ganz leckeres Abendessen. Es gibt: Liha-Pyörykät die auch in Schweden sehr gerne gegessen werden.
Da wir bei diesen tollen Plätzen in Finnland überhaupt keine Lust haben auf Campingplätze zu gehen, ist mal wieder eine GKW angesagt. Das notwendige Wasser holen wir aus dem glasklaren See.
26. August
Weiter geht es Richtung Westen nach Ranua.
Hier gibt es einen für diese Gegend sehr bekannten Arktik-Zoo.
Ein drei kilometerlanger Holzsteg führt durch das naturbelasse Gelände.
55 Arten der arktischen Fauna können hier ganz bequem erkundet werden.
Die Anlage ist aus den 80er Jahren, jedoch leider nicht sehr gepflegt.
Im strömenden Regen erreichen wir einen Aussichtsturm mit kleinem Parkplatz wieder mal direkt an einem See.

23. August
Es ist total bewölkt, aber mild.
Unser erster Anlauf ist die Kleinstadt Suomussalmi. Von dort fahren wir in den 125 km entfernten Hosssa N.P.
Auf dem Weg machen wir an einer Vogel- Beobachtungstelle halt. Es gibt einen kleinen Hochsitz von wo aus wir in der Ferne Kraniche und Schwäne beobachten können.
Auf der Weiterfahrt laufen plötzlich Rentiere über die Straße.
Am frühen Nachmittag sind wir im Hossa Nationalpark und begeben uns auf eine vermeintlich einfache Wanderung in die Julma-Ölkky Schlucht.
Es geht über Felsen, dicke Äste, kleine Bäche, steile An-und Abstiege und aufgeweichten Boden durch den finnischen Wald. Schließlich erreichen wir eine große Hängebrücke die die Schlucht überquert.
Die Wanderung ist landschaftlich grandios. Nach zweieinhalb Stunden haben wir den Rundweg geschafft und sind ganz schön müde.
Kurz bevor wir unser Auto erreichen kommt uns ein Rentier entgegen, es folgt mir auf Schritt und Tritt bis zu unserem Auto.
Wir verbringen die Nacht auf dem Wanderparkplatz.
24. August
Wir sind knapp an Diesel, aber bis nach Kuusamo schaffen wir es trotzdem.
Jetzt ist das fahren hier im Norden besonders gefährlich, weil immer wieder Rentiere auf der Straße herumlaufen.
Sie sind auch nicht immer gut zu sehen.
Es ist ein Großeinkauf angesagt, da wir uns die letzten Tage abseits größere Städte aufgehalten haben.
Heute ist Waschtag und wir können im Hotel Ruka Ski-Inn (Kuusamo) für 6 € unsere Wäsche waschen und trocknen.
Wir fahren mit einer Gondel auf die höchste Erhebung und nutzen die Zeit auch um die Skisprungschanze zu besichtigen.

21. August
Über eine schmale, jedoch asphaltierte Straße geht es unweit der russischen Grenze entlang nach Kuhmo.
Dort besorgen wir uns eine detaillierte Karte für die Umgebung.
Wir möchten auf einen ganz bestimmten Campfire Platz übernachten. Wir finden auch die Abzweigung von der Hauptstrecke, fahren 7 km auf einer schlechten Schotter Piste, nur um festzustellen, dass der gesuchte Platz nicht dort ist. Zufällig finden wir ein paar Jäger die uns Auskunft über den richtigen Weg geben. Einige wenige Kilometer weiter stellen wir dann fest, dass der Platz nur für Wanderer geeignet ist, da er mit einem Fahrzeug nicht zugänglich ist .
Wir fahren zurück zur Hauptstrecke und finden nördlich von Lentirra einen Übernachtungs-Platz den wir uns über die App „IOverlander“ herausgesucht haben.
Die Mühe hat sich wirklich gelohnt, denn der Platz ist herrlich. Wir stehen wieder mal ganz alleine direkt an einem See. Es gibt ein Blockhaus mit offenen Kamin, eine große Feuerstelle mit Bänken im Freien, Holz ohne Ende und ein sehr sauberes gut riechendes Trockenklo.
Heute ist es wunderbar warm und der See lädt mich ein ein Bad zu nehmen. Bei Maria reicht es nur für die Füße.
22. August
Der heutige Tag fängt echt toll an, wir sehen ein Karibu wie es vor uns die Straße überquert. Leider hat es nicht angehalten damit ich ein schönes Foto machen kann.
Immer der russischen Grenze entlang geht es weiter nach Norden.
In Raatteenportti liegt das Winter-Kriegs-Museum direkt an der Durchgangstraße.
Es beschreibt den Krieg 1939 / 1940 zwischen Finnland und Russland.
In der Eingangshalle des Museums hängt eine detailgenaue Karte der Umgebung.
Wie so oft machen wir ein Foto vom Aushang und finden einen schönen Campfire-Platz der auch mit dem Auto angefahren werden kann. Viele der ausgeschriebenen Plätze sind nur zu Fuß erreichbar.
Auf Sumpfstegen umwandern wir den kleinen See, bevor es dann am Nachmittag anfängt zu regnen.
Nicht zu vergessen, Maria pflückt noch eine schöne Portion Blaubeeren fürs Frühstück!

19. August
Nur wenige Kilometer von unserem Luxus-Campingplatz entfernt liegt das Bomba-Haus, dass für karelische Kultur steht.
Das Bomba-Haus ist eine Art Langhaus in dem früher viele Familien unter einem Dach lebten.
Ca. 40 km nördlich von Nurmes fahren wir in das Wandergebiet Peurajärvi.
Abseits der Hauptstrecke führt uns unser Weg 14 km auf einer Schotterpiste zu unserem Ziel am Urtti-Valkeinen-See.
Nach der Mittagspause unternehmen wir eine kleine Wanderung zu einem der benachbarten Seen.
Auf dem ruhigen im lichten Wald liegenden Areal ist Camping erlaubt.
Feuerholz in Mengen und eine schöne hergerichtete Feuerstelle sind vorhanden.
Später am Nachmittag pflücken wir noch eine Schüssel voll Blaubeeren fürs Müslifrühstück.
Am frühen Abend gibts ein Feuer, um zu grillen und danach das Ambiente zu genießen.
Wir sind hier ganz alleine!
20. August
Hier ist es so schön, dass wir keinen Meter fahren wollen. Wir verbringen den Tag mit einer kleinen Wanderung, Beeren pflücken und baden im See. Letzteres nicht zu lange da das Wasser doch sehr kalt ist.
Das obligatorische Lagerfeuer brennt und wir genießen die Abendstimmung.
Im glasklaren, glatten See spiegeln sich die Bäume.

17. August
Unser erstes Ziel ist Joensuu.
Wir sind in Karelien.
Wir schlendern über den Markt der kleinen Stadt und bestaunen das Hafengelände. Von hier aus machen wir uns auf den Weg zur Pielinen Seenplatte.
Bei einem Zwischenstopp gibt es noch eine kleine Wanderung durch ein Moor über wacklige Holzplanken.
Abseits der Hauptstrecke geht’s nach Koli.
Am Besucherzentrum des Nationalparks gibt es eine Art Seilbahn die uns in die höheren Lagen der schroffen Felsengruppen bringt.
Es ist nur eine kurze, kostenfreie Fahrt.
Den Rest des laufen wir über Treppen und holprige Wege bis zum eigentlichen Aussichtspunkt.
Von hier gibt es einen herrlichen Blick über die Pielinen Seenplatte.
Uns zu Füßen liegen hunderte kleiner Inseln im See die bis an ihre Ufer bewaldet sind.
Es ist spät geworden und so machen wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz für die Nacht.
In der Nähe von Koli gibt es einen Aussichtsturm. Am Parkplatz finden wir einen geeignetes Plätzchen.
Von der obersten Plattform des Holzturmes haben wir eine herrliche Aussicht auf den hügeligen Park mit seinen Seen.
18. August
Noch bis spät in die Nacht färbte sich der Himmel in außergewöhnlich schönen Farben. Die Nacht war Mucksmäuschen still.
Unsere Reise geht weiter über Juuka nach Nurmes.
In Nurmes schauen wir uns das Holzhausviertel an. Es ist eine der best erhaltenen Holzhaussiedlungen Finnlands. Die Häuser stammen aus der Zeit von 1880 bis 1930 und sind zum Teil liebevoll restauriert und bewohnt.
Im Tourismuszentrum Hyvärilä übernachten wir heute auf dem Campingplatz da wir wieder einmal eine Dusche brauchen.
Im Restaurant wird ein Buffet für nur 11 € pro Person angeboten, dass nehmen wir natürlich gerne mit.

15. August
Unsere Fahrt führt uns über Mikkeli, Juva nach Savonlinna.
Savonlinna ist berühmt für seine Opernfestspiele in der Wasserburg Olavinlinna.
Die Burg, die im See liegt, ist mit der Altstadt durch eine Brücke verbunden.
Danach fahren wir nach Pihlajalahti wo wir Inge-Maj und Wolfgang, ganz liebe Freunde von uns besuchen, die dort für einige Wochen ein Blockhaus am See gemietet haben.
Wir verbringen einen wunderbaren Nachmittag und Abend mit den Beiden auf der Veranda des Saunahauses mit herrlichen Blick auf den glasklaren See.
16. August
Nach einem hervorragenden Sonntags- Frühstück, von Wolfgang zubereitet, gehts weiter Richtung Joensuu. Auf dem Weg dorthin machen wir in Kerimäki eine Pause an einem wunderschönen See mit Yachthafen.
Interessanterweise kommen Leute hierher um ihre Teppiche mit Seewasser zu waschen.
Heute tanken wir zum ersten Mal in Finnland für rund 25 Cent mehr pro Liter als noch in Estland.
Außer finnischen Touristen haben wir in den letzten Tagen keine europäischen Wohnmobile mehr gesehen.
Wir nehmen einen kleinen Umweg in Kauf, um in Tohmajärvi einen freien Stellplatz zu nutzen. Der Platz liegt an einem Wanderweg und ist mit fertig gespaltenem Holz und Grillstelle höchst einladend.
300m vom Platz entfernt gibt es sogar eine Hand Pumpe für Trinkwasser.

13. August
Unser Ziel für heute ist „Lokki“, Ein Blockhaus am See wo wir vor 40 Jahren im Winter einmal Urlaub gemacht haben. Zunächst fahren wir ein Stück Autobahn die wir aber dann recht schnell verlassen.
Unsere grobe Richtung ist Auttoinen, circa 160 km nördlich von Helsinki . Dann weiter zum Parlammi See.
In Telaranta finden wir den Besitzer von Lokki. Nach seinen Anweisungen fahren wir dann zu Lokki, das momentan vermietet ist .
Wir bekommen die Erlaubnis vor seinem Blockhaus, circa 100 Meter weiter am See zu nächtigen.
Als wir durch den Wald fahren gehen drei Lämpchen am Amaturenbrett an, die auf eine Fehlfunktion des ABS Systems hinweisen. Laut unserem Handbuch beeinträchtigt dies jedoch nicht die normale Fahr-und Brems Funktionen.
14. August
Wir fahren noch einmal zu Olli (Platzbesitzer) um uns zu bedanken, dass wir umsonst die Nacht bei seinen Blockhaus verbringen durften.
Heute sind wir den ganzen Tag unterwegs, machen halt an wunderschönen Seen und in kleinen Dörfern.
Am Nachmittag finden wir einen Luxus Campingplatz bei Hirvensalmi.
Auf diesem Platz gibt es eine Sauna, ein Grillhaus, eine Küche, freies Feuerholz, einen kleinen Strand am See und das alles zur freien Nutzung.

11. August
Etwas wehmütig verabschieden wir uns von Estland da dieses Land unseren Vorstellungen eines tollen Reiselandes am nächsten kommt.
Es sind nur 20 km bis zum Hafen in Muuga von wo aus wir mit Eckerö-Lines verschiffen.
Zwei Stunden vor Check-In sind wir bereits im Hafen.
Nach einer weiteren Stunde Wartezeit in der Schlange vor der Fähre können wir endlich unseren Camper an Board fahren.
So wie es aussieht, sind wir die einzigen Deutschen an Bord, da dies ein finnisches Frachtschiff ist, wissen die wenigsten, dass man dieses auch buchen kann.
Nach einer sehr ruhigen, zweieinhalb Stunden Überfahrt erreichen wir den Hafen von Vuosaari unweit von Helsinki.
Nur vier Kilometer vom Hafen entfernt finden wir einen Stellplatz in einem kleinen Wald mit Blick auf das Hafengelände.
12. August
Wir fahren direkt durch die Stadtmitte bis zu unserem Parkplatz in Helsinki. Wir können am Wasser in der Nähe des Yachthafens parken.
Nach nur 15 Minuten Fußmarsch sind wir mitten in Helsinki.
Vorbei an der Esplanade dem Stadtmuseum und dem Präsidenten- Palast, besichtigen wir die wunderschöne Uspenski-Kathedrale. Es ist der größte orthodoxe Sakralbau außerhalb Russlands.
Blickfang am Senatsplatz ist der auf einem hohen Podest stehende weiße Dom.
Das potestantische Gotteshaus wurde 1852 vollendet.
Auf dem tollen Platz vor dem Dom, der als Sommergarten hergerichtet wurde, können wir in relaxter Atmosphäre unsere Mittagspause genießen.
Vorbei am historischen Hauptbahnhof besichtigen wir noch die berühmte Felsenkirche von 1968.
Vor 49 Jahren habe ich als Jugendlicher schon einmal dieses Bauwerk bestaunen dürfen.

9. August
Die Nacht im Hafen war abwechslungsreich, zunächst ein tolles Feuerwerk, warum auch immer. Es folgte eine Party auf einem Boot mit sehr lauter bum bum Musik, 24,8 Meter neben unserem Auto.
Danach noch einige betrunkene Menschen die laut grölend über den Parkplatz spazierten.
Trotz all dem Trubel fühlen wir uns hier ausgesprochen sicher.
Tallinn ist eine tolle Stadt, deshalb sind wir noch einmal unterwegs zum Domberg um die Kathedrale zu bestaunen.
Außerdem stehen das Theater und Konzerthaus auf unserem Programm.
Es ist Sonntagvormittag und die Stadt ist noch fast Menschenleer.
Am Nachmittag ist Autopflege angesagt.
Wir suchen und finden eine SB-Waschanlage um diese mittlerweile sehr notwendige Arbeit zu erledigen.
Danach kehren wir zu unserem zwar nicht sehr schönen aber dafür ruhigen Parkplatz für nur 2 € die Nacht zurück. Trotz allem haben wir einen tollen Blick aufs Meer mit mittlerweile zwei in Ruheposition liegenden AIDA Schiffen.
10. August
Wir brauchen Gas. Eine entsprechende Station finden wir im Internet . Glücklicherweise hat die Firma dort einen passenden Adapter für unsere deutsche Gasflasche. Für nur 6 € ist unsere Gasflasche wieder gefüllt und wir sind in null Komma nix fertig.
Heute ist noch ein großer Einkauf angesagt, da wir ja morgen nach Finnland verschiffen und unser Vorrat an Rotwein und Gin zur Neige geht. In Finnland ist Alkohol extrem teuer und deshalb sorgen wir vor.
Um einen tollen Abschluss in Estland zu haben suchen wir einen schönen Campingplatz, den wir bei Aaviku finden. Ein absolut gepflegter Bilderbuch Platz.

7. August
Heute geht es zurück aufs Festland. Wir haben Glück denn 5 Minuten vor der Abfahrt der Fähre sind wir da. Wir nutzen die halbstündige Überfahrt für eine Mittagspause, da wir heute bis nach Tallinn durchfahren wollen.
Da wir uns nun endgültig entschieden haben nach Finnland zu reisen, (Russland hat seine Grenzen nach wie vor geschlossen) begeben wir uns direkt in den Hafen und buchen bei Eckerö-Lines die Überfahrt nach Finnland für nur 87 €. Abfahrttermin ist der 11. August.
Heute ist traumhaft schönes Wetter und so nutzen wir den Nachmittag für eine ausgiebige Besichtigung der Hauptstadt. Die Altstadt von Tallinn ist echt sehenswert.
Z.b. “ Die dicke Margarete“, Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert.
Viele urige Künstlerkneipen sind in der ganzen Altstadt verteilt.
Das Zentrum von Tallinn gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, aber sie ist längst im 21. Jahrhundert angekommen. Viele junge Gesichter prägen das Stadtbild.
Wir stehen für die Nacht auf einem 2 Euro Parkplatz, fünf Minuten zu Fuss von der Altstadt.
8. August
Nach dem Frühstück laufen wir in das In-Viertel, Telliskivi.
Dort besuchen wir einen großen Flohmarkt. Es gibt auch einen fantastisch sortierten Obst und Gemüse Markt. Blaubeeren, dass Kilo für 4 € aber auch Krakauer Räuchersalami und jede Menge verschiedenster Nüsse für unser Müsli, nehmen wir gerne mit.
Zu Mittag essen wir einen Delikatessen Döner, so gut, wie wir ihn noch nicht hatten.
Wir wechseln unseren Standort zum Yachthafen, der einen ganzen 🙂 Kilometer entfernt liegt, weil hier die Aussicht auf die Yachten und Fährschiffe toll ist.

5. August
Unser erster Stopp am frühen Morgen bei herrlichstem Sonnenschein sind die historischen Windmühlen von Angla.
Nun fahren wir entlang der Ostküste von Saaremaa, vorbei an unzähligen kleinen Buchten, bis nach Sääre, im äussersten Süden, wo wir am dortigen Leuchtturm einen freien Stellplatz für die Nacht finden.
Wir erklimmen natürlich die 248 Stufen auf den Leuchtturm der uns einen fantastischen Blick auf die Landzunge bis weit hinaus über die Ostsee bietet.
6. August
In der Hauptstadt Kuressaare, der Insel Saaremaa besichtigen wir die quadratische Bischofsburg von 1260.
Die Stadt besitzt prächtige Holzvillen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Auf hervorragenden Straßen erreichen wir unser heutiges Ziel den Yachthafen von Koiguste der auf einer Landzunge von zwei Seiten von der Ostsee umschlossen ist.

3. August
Es regnet Bindfäden, trotzdem müssen wir unseren Wassertank füllen und das Chemieklo leeren. Jetzt kommt die Regenkleidung auch einmal zum Einsatz.
Wir brauchen Brot und sind auf der Suche nach einem Laden. Wie biegen in ein Dorf ab und finden diesen in einem Mehrfamilien Wohnblock. Auf 15 Quadratmetern findet man alles was man zum Leben braucht.
Nach der Mittagspause , es regnet nach wie vor , fahren wir noch circa 100 Kilometer in den Matsalu Nationalpark, der unweit von Lihula liegt.
Im Infozentrum gibt es ein wunderschön hergerichtetes Museum und wir dürfen einen kleinen Film über die Flora und Sauna der vier Jahreszeiten in dieser Gegend ansehen.
Auf unserer spät nachmittaglichen Wanderung durch den Park sind wir gezwungen Kühe zu verscheuchen die uns den Weg versperren. Ehrlich gesagt wären uns Elche und Bären lieber, aber das kommt sicher noch.
Wie so oft treffen wir am Abend noch nette Leute und sitzen bei einem Glas Wein gemütlich zusammen aber nicht ohne am laufenden Band Mosquito Scharen zu verscheuchen.
4. August
Heute geht es mit der Fähre in nur 30 Minuten zur Insel Muhu und danach über einen Damm auf die große Insel Saaremaa.
Unser Camper steht heute für die Nacht 6,54 Meter von der Ostsee entfernt. So nah waren wir diesem Gewässer noch nie.
Wir sind uns sicher dass wir bei dem montonen plätschern der Ostsee wunderbar schlafen werden.


1. August
Heute erleben wir nocheinmal die traumhaft schönen Buchten des Lahemaa N.P.
Entlang der Ostseeidylle, durch Kiefer und Fichtenwälder, bringt uns unser „tiny green house“ zum Hiie Talu Campsite der direkt am Kahala See liegt.
Das Grundstück ist von Wasserläufen durchzogen die man über geschwungene Holzstege begeht.
Unser Gastgeber ist ein allround-Künstler. In den Winter Monaten fertig er mit seiner Kettensäge vorwiegend weibliche Aktfiguren aus Holz an.
Seine Malereien zeigen ähnliche Motive.
2. August
Wir gönnen uns heute eine Auszeit und genießen den Tag am See auf einem der schönsten Campingplätze im Lande.