Juli 2020

Juli 2020


E S T L A N D

31. Juli
Am Vorabend verlassen wir unser Lagerfeuer weil wir von einem Sturzregen überrascht werden.
Heute morgen dann wieder herrlicher Sonnenschein.
Von Mostoja fahren wir über Vergi entlang der Küste durch traumhaft schöne Dörfer nach Käsmu.
Der Küstenstreifen ist übersät mit im Wasser trohnenden großen, runden Felsbrocken.
Nach ausgiebiger Mittagspause führt uns unser Weg zu Estlands nördlichstem Punkt, unweit von Pärispea.
RMK bietet uns hier einen tollen, offenen Stellplatz direkt am Meer.
Wir dürfen einen unbeschreiblich schönen Sonnenuntergang erleben.

29. Juli
Wir verlassen unseren privaten Platz am See und möchten heute die nordöstlichste Stadt der EU, Narva besuchen .
Narva liegt direkt an der Grenze zu Russland, nur geteilt durch die Flussmündung der Narva.
Seit Jahrhunderten bewachen sich beide Städte gegenseitig mit gewaltigen Festungen.
Da nach dem Besuch der Festung der Himmel seine Pforten mit Starkregen öffnet, ziehen wir es vor, die Grenzstadt Richtung Westen zu verlassen.
Während der Fahrt wird der Regen so schlimm, dass wir lieber auf einem Parkplatz abwarten.
Wir haben einen RMK Platz ausgesucht der über einen abenteuerlichen Feldweg zu erreichen ist. Dort angekommen werden wir von ungefähr 5 Millionen kleinen Fliegen überfallen. Wir schaffen es gerade so im Schlamm zu wenden und die Flucht zu ergreifen.
Jetzt haben wir uns aber einen richtigen Campingplatz verdient, den wir auch bei einem Gutshof und Hotel in Saka direkt an der Ostsee-Steilküste finden.
Unser heutiger Spaziergang besteht aus 235 Stufen die Klippen hinab zum Strand, aber auch wieder hinauf.
Die Sonne kommt heraus, wir sind noch fit, und so nehmen wir noch den kurzen Saka Wanderpfad in Angriff.
30. Juli
Der Lahemaa N.P. ist unser heutiges Ziel . Lahemaa bedeutet Land der Buchten.
Wir fahren Nebenstrecken durch wunderschöne kleine Dörfer, meist an der Küste entlang, und erreichen schon am frühen Nachmittag Mustoja. (RMK Camp)
Unser Platz liegt nur 300m vom Meer entfernt in einer wunderschönen Lichtung. Wir sammeln Blaubeeren fürs Müslifrühstück und ich bereite die Feuerstelle vor. Auch hier gibt es wieder Holz zur freien Verfügung.

27. Juli
Da uns Milch und Wasser fehlen, gehen wir im ersten Ort, Misso, erst einmal einkaufen.
Bei Coop Geschäften gibt es im ganzen Land freies WLAN.
Ich nutze das Internet und Maria besorgt den Einkauf.
Über Räpina kommen wir in den Ort Ahja.
In der Nähe ist ein Besucherzentrum des RMK (Staatliches Waldmanagement) wo wir nach einer Straßenkarte und möglichen Übernachtungsplätzen fragen.
Wir erfahren, dass im ganzen Land RMK Plätze kostenlos sind. Wir laden uns gleich die entsprechende App auf unser Handy und fahren gleich, auf Empfehlung, zum Valgesoo Platz.
Es gibt einen Aussichtsturm von dem aus man über das riesige, natürliche Moor blicken kann. Den 5 km langen Rundweg über Holzplanken schaffen wir trotz unseres hohen Alters mühelos. 🙂
Wie in Kanada gibt es auch hier Holz zur freien Verfügung und außerdem ein spezielles Spaltwerkzeug mit dem ich derzeit noch nicht viel anfangen kann…
28. Juli
Bei bedecktem Himmel aber auf hervorragendden Straßen machen wir uns auf den Weg nach Tartu. Wir parken in der Stadtmitte und sind fünf Minuten später auf dem Rathausplatz.
Durch eine Bodensenkung ist das Haus der städtischen Kunstsammlung in Schieflage geraten. Ein echter Blickfang.
Auf dem Hügel der Stadt schauen wir uns die Ruinen des Doms an , der im 17. Jahrhundert durch einen Brand zerstört und nicht mehr aufgebaut wurde.
Weiter geht die Reise über Pala und Mustvee nach Lohusuu.
Da uns der heutige RMK Platz nicht gefällt, fahren wir an den Peipsi See. Die Grenze zu Russland verläuft mitten durch den See. Wir parken auf einem privaten Grundstück direkt am See, fragen nach Erlaubnis und dürfen die Nacht hier verbringen.
Der Peipsi See ist das fünftgrößte Binnengewässer Europas und ca. 7 mal größer als der Bodensee.

…Das gesamte Wochenende ohne Internet….und wie gut das geht 🙂
24. Juli
Von Karli sind es nur wenige Kilometer in den Ort Cesis.
Wir legen einen Stopp ein um die Burg und das Schloss von Cesis zu besichtigen.
Der Eintritt für die Ordensburg und Schloss beträgt für uns beide nur 9 €.
Wir bekommen eine Kerzen-Laterne, die uns den Weg durch die dunklen Ecken der Burganlage aus dem 13. Jahrhundert leuchten soll.
Im Westturm der Burg erleben wir eine hoch moderne light show über die Jahrhunderte lange Geschichte der Burg.
Nach dem langen und anstrengenden Burg und Schloss Besuch ist eine ausgiebige Mittagspause angesagt. Am späten Nachmittag, nach nur wenigen Kilometern erreichen wir Rauna.
Hier finden wir neben einem kleinen Badeteich bei einer Schule unseren Stellplatz für die Nacht.
25. Juli
Mit elf Grad unser bislang kühlster Morgen. Es ist Hochsommer!
Heute fahren wir nach Estland.
An der ehemaligen Grenze finden wir einen riesigen Supermarkt der vorwiegend Alkohol verkauft . (Alkosuper)
Wir kaufen Gin und Rotwein , da der Preis stimmt, man kann ja nie wissen .
Vor dem Laden ist noch ein Stand mit geräucherten Leckereien aus Schweinefleisch. Speck zum Vesper und Braten fürs Abendessen kommen uns gerade recht.
Fürs Wochenende suchen wir einen Campingplatz . Nur 12 km nach der estländischen Grenze werden wir fündig.
Auf diesem Platz (Vetevana) sind wir die einzigen Camper und haben einen wunderschönen Blick direkt auf einen See.
Das Wetter wechselt heute zwischen Sonnenschein und Starkregen.
Bei unserem üblichen Spaziergang naschen wir noch von Himbeeren und Blaubeeren direkt vom Busch.
26. Juli
Der Platz hier direkt am See ist so schön dass wir uns dazu entschließen einen Tag Pause einzulegen.
Die Sonne scheint und so ist das der perfekte Tag um Wäsche zu waschen und ein paar Dinge am Auto zu erledigen.
Ansonsten ist Sonnenbaden und schwimmen im See angesagt.

22. Juli
Heute erleben wir krasse Gegensätze!
Am Morgen befahren wir eine sehr schmale Waldstraße die uns an einigen Mooren entlang zu einem Vogelreservat im Kemeru N.P. bringt. Erst am Ende des Weges finden wir eine Möglichkeit den Camper zu wenden. Wir genießen die Aussicht über die durchfluteten Wälder.
Nach nur 45 km erreichen wir Riga die Hauptstadt von Lettland. Wir stehen, nicht ganz unerwartet im Verkehrsstau.
Wir steuern einen Campingplatz an, der auf der Insel Kipsala nahe des Stadtzentrums liegt.
Ein 30 minütiger Fußmarsch bringt uns in die Altstadt von Riga.
Wir bestaunen unter anderem den Dom sowie das Schloss und das Schwarzhäupterhaus (Haus der großen Gilde).
Wir spazieren durch kleine Gassen, grüne Parks, vorbei an riesigen Plätzen und genießen den Flair der Großstadt.
Nach 12 km Rundweg sind wir reif für einen Gin und Tonic.
23. Juli
Heute fahren wir von Riga (gut eine Stunde durch die verkehrsreiche Stadt) in den Gaujas N.P.
In Ligatne machen wir halt um Sandsteinkeller und Höhlen auf einem 5 km Rundweg zu besichtigen.
Es gibt mehr als 300 geformte Keller zur Aufbewahrung verschiedener Artikel.
Die ersten Keller wurden schon im 18 Jahrhundert angelegt.
Danach schleichen wir über kleine, mäßig schlechte Wellblechpisten nach Karli.
In Karli übernachten wir auf einem kleinen Parkplatz direkt neben einem Hotel, bei einem schönen Apfelgarten.

20. Juli
Von Mazirbe sind es nur wenige Kilometer bis zum Kap Kolka.
Von einem aus Holz gebauten Aussichtsturm haben wir einen wunderschönen Blick übers Meer wo sich einige hundert Vögel im Wasser tummeln.
Ein langer Strandspaziergang bringt uns zum eigentlichen Kap Kolka.
Danach fahren wir entlang der Bucht von Riga nach Süden bis zum Ort Kaltene.
Ein Zwischenstopp in der Stadt Roja ermöglicht uns eine Stunde freies und schnelles Internet das wir natürlich ausnutzen.
Die Nacht, die wir direkt am Strand verbringen ist ruhig, bis auf einen schweren Gewittersturm. Unser Auto bleibt dicht!
21. Juli
Vorbei an wunderschönen kleinen Fischerdörfern sind wir auf dem Weg in den Kemeru NP.
Wir parken unseren Camper beim Forest-Haus in Kemeri.
Die Empfehlung einen Rundweg auf hölzernen Stegen durch ein Moor zu laufen nehmen wir gerne an.
Heute abend sind wir ganz alleine auf diesem wunderschönen Platz.

17. Juli
Wir verlassen unser Camp Richtung Lepaja auf hervorragenden Straßen.
In einem Ikea ähnlichen Shop erstehen wir neue Bettwäsche. Ansonsten lassen wir die Stadt links liegen und besuchen eine Landbäckerei in Saka wo wir tolles, frisches Brot erstehen.
Nur ein kurzes Stück weiter, in Pavilosta, sind wir am Ziel des heutigen Tages und parken unseren Camper im Marine Yachthafen.
Am Nachmittag unternehmen wir einen Spaziergang am 20 km langem, fast menschenleerem weißen Sandstrand.
18. Juli
Schon am frühen Morgen strahlt die Sonne vom blauen Himmel und wir genießen eine kühle Morgendusche.
Unser heutiger Weg für uns zunächst nach Ventspils. Wir finden einen tollen, ruhigen Platz direkt an Fährhafen.
Nach dem Mittagessen unternehmen wir einen Stadtrundgang, besuchen eine Skulpturenausstellung in Park und besichtigen eine ganz typisch orthodoxe Kirche mit ihren goldenen Prunk-Kuppeln.
In der Stadtmitte nehmen wir noch frische Kirschen und Pfifferlinge vom Markt mit.
Auf unserem Weg weiter nach Norden versuchen wir einen schönen Standplatz für die Nacht am Strand oder im Wald zu finden. Beides war nicht möglich weil total überlaufen!
Schließlich kommen wir in den Sliteres N.P.
Und finden einen schönen Platz in dem kleinen Dorf Mazirbe.
Super freundliche Gastgeber überlassen uns einen von zwei möglichen Campingplätzen auf ihren Grundstück.
In Kulturhaus das Ortes bekommen wir eine super freundliche und ausführliche Informations-Tour über die lettisce Kultur.
Es ist üblich das in Litauen und Lettland perfekt Englisch gesprochen wird.
19. Juli
Heute bleiben wir im Camp und gehen gleich nach einem gemütlichen Frühstück zum Strand baden.
Es geht hoch her denn der Chef des Platzes ist dabei Fische (Flunder) zu räuchern.
Wir erstehen ein Pfund Flunder für 5 €.
Ich verbrachte einige Zeit in einer Hängematte die hierfür Gäste zur Verfügung steht , und bemerkte leider nicht das ein Vogel auf mein T-Shirt schiß.
Gott sei Dank gibt es genug Wasser was allerdings hier an der Küste extrem eisenhaltig ist.


15. Juli
Von Palanga fahren wir über die Grenze von Lettland nach Rucava.
Dort bei der Info bekommen wir viele Auskünfte und Informationsmaterial für Lettland.
Auf dem Weg nach Norden machen wir im Naturpark Pape halt, um Wildpferde und Auerochsen zu sehen.
Wir machen uns auf zu einem Spaziergang zum Papesee. Unterwegs werden wir von der Rangerin zu einer Führung direkt zu den Wildpferden eingeladen.
Wir kommen ganz nah an eine große Gruppe Wildpferde heran und können viele Fotos machen.
Wir gehen weiter zum See wo sich gerade eine Gruppe Auerochsen aufhält.
Wir dürfen hier umsonst campen und sind wieder einmal mitten in der Natur.
16. Juli
Zunächst fahren wir die 13 kilometerlange Schotterpiste zurück zu Hauptstraße.
In Nica können wir an einer Tankstelle unseren Wassertank auffüllen. Das Wasser hier an der Küste ist extrem mineralhaltig und wir sind froh hier klares Wasser zu bekommen.
Kurz nach Nica biegen wir wieder Richtung Süden ab, um die 32 m hohe Düne Pusena zu sehen. Die Düne ist in Wirklichkeit ein riesengroßer mit Wald bewachsener Sandhaufen.
Danach machen wir noch einen Abstecher in das Fischerdorf Jürmalciems, bevor wir uns auf einem Campingplatz hinter einer Düne nur wenige Gehminuten vom Meer entfernt einrichten.

13. Juli
Unser Campingplatz überrascht uns heute morgen mit stockdunklen Duschen. Internet und Strom sind wohl ausgefallen.
Der Versuch an die russische Grenze zu fahren klappt auch nicht, da die Straße direkt hinter Nida gesperrt ist.
Wir haben an vielen Plätzen im Park angehalten, um Strände und Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
Um eine der vielen Dünen zu besichtigen wollte man von uns 10 €, wir haben daraufhin verzichtet.
Große Teile des Park sind außerdem komplett gesperrt.
In Nida haben wir das Ferienhaus von Thomas Mann besichtigt und in Yuodkrante durften wir gerade angefertigte Sand-Skulpturen bestaunen.
Nach der Überfahrt mit der Fähre nach Klaipeda fahren wir direkt zu einer Wäscherei die wir vorher im Internet gefunden hatten. Leider gab es sie nicht mehr.
Zwei Minuten Fussweg von den Klippen der Baltischen Ostsee entfernt, finden wir einen wunderschön, liebevoll hergerichteten Campingplatz in Krakle.
14. Juli
Heute haben wir die Seele baumeln lassen.
Wir haben Wäsche gewaschen und einen langen Spaziergang am Strand unternommen.

11. Juli
Am Morgen besuchen wir die schöne alte Holzkirche in Plateliai. Wir kommen durch das Dorf Berzoras und finden einen wunderschönen Platz in einer Bucht des Plateliai-Sees. Übernachten auf staatlichen Plätzen, so auch hier, ist ausdrücklich erlaubt.
Heute haben wir uns vorgenommen zu grillen , deswegen suchen wir im Wald nach Holz. Ich finde einen langen , dünnen , abgesägten Baumstamm den wir zum Lager schleppen. Nach dem Sägen und Spalten können wir schon am frühen Abend ein Feuer entfachen, das bis spät in die Nacht hinein brennt.
12.Juli
Wir wachen bei herrlichem Sonnenschein auf und haben einen tollen Blick auf den glassklaren See.
Unser Weg führt uns über Plunge nach Klaipeda.
In Plunge schauen wir uns noch das Schloss vom Herzog Mykolos Oginskis an. (1849 – 1902) es soll der schönste Palast in Litauen sein.
In Klaipeda angekommen finden wir einen Parkplatz direkt bei der Fähre, die wir morgen zum Nationalpark Kurische Nehrung nehmen möchten.
Während wir uns eine Tasse Kaffee gönnen ändern wir unsere Pläne. Der Krach durch eine Rangieranlage der Eisenbahn ist so enorm, dass wir unsere Sachen zusammenpacken und direkt zur Fähre fahren, die uns zur Nehrung bringen soll.
Die 2 minütige Überfahrt kostet für uns hin und zurück 25 € und nachdem wir auf der wunderschönen langgestreckten Halbinsel angekommen sind müssen wir noch 30 € Straßengebühren bezahlen. Das hat sich gelohnt denn die Straßen sind fürchterlich, Bis auf die letzten paar Kilometer. Eigentlich hatten wir vor wild irgendwo am Strand oder im Wäldchen zu stehen, eindeutige Schilder weisen jedoch darauf hin, dass dies unter Androhung von hohen Strafen verboten ist.
Der Campingplatz in Nidda (35 €) liegt ganz nah an der russischen Grenze.
Von unserem Campingplatz sind es nur rund 600 m bis Parnidzio Düne mit traumhaftem Blick über die Lagune und die Dünenlandschaft.

9. Juli
Wir verlassen unseren lauten aber komfortablen Campingplatz in Kaunas und entscheiden uns eine der kleineren Straßen Richtung Nordwesten zu nehmen.
Diese entpuppt sich jedoch als eine Art Abkürzung für LKWs.
Auf unserer Fahrt sehen wir viele landwirtschaftliche Großbetriebe.
Gegen Mittag erreichen wir Kryziu Kalnas (Berg der Kreuze).
Die Menschen haben 1831 angefangen auf dem flachen Hügel Kreuze für Litauer Gefallene aufzustellen.
Viele der Kreuze wurden oft durch die russischen Besatzer zerstört.
Heute sind es ca 200.000 Kreuze die auf und um den Hügel herum scheinbar wahlos platziert sind.
Zitat: „Wenn der Wind über die Hügel streicht, schicken sie ein leises klirren und klimpern hinauf in den Himmel.“
Nahebei finden wir einen Parkplatz für die Nacht.
10.Juli
Mit Kameras sind die Litauer gar nicht Scheu. So auch diese Nacht, das große Grundstück neben unserem Parkplatz, wo wir ganz allein standen, war mit Überwachungskameras und viel Licht gespickt.
Am Morgen regnet es in Strömen.
Unser heutiges ziel ist der Zemaitija NP. Im Nordwesten Litauens.
Am Nachmittag parken wir direkt am Plateliai-See. Bei schönem Wetter unternehmen wir eine Wanderung entlang des glasklaren Sees.
Den See umgibt ein weites Sumpfgebiet, dass man teilweise nur über Holz Stege trockenen Fußes passieren kann .
Heute haben wir unsere Vitamine über selbst gepflückte Blaubeeren zu uns genommen.

8. Juli
Beim Bezahlen unseres Übernachtungsplatzes erleben wir eine Überraschung. Die vollelektronische Ein/Ausfahrkontrolle mit Zahlautomat will nur 2,50 Euro von uns.
Wir sind schon sehr früh in Kaunas und gehen ersteinmal auf dem Campingplatz duschen.
Danach fahren wir mit dem Linienbus in die Stadt um die Sehenswürdigkeiten zu erleben.
Die Fussgängerzone ist kilometerlang und zieht sich von der Altstadt über eine moderne Alleenstrasse bis zur Erzengel Michael Kirche.
Unterwegs machen wir eine Mittagspause in einem landestypischen Café um dort auch den kurzen Regenschauer abzuwarten.
Am Nachmittag gehts mit dem Bus zurück zum Campingplatz.
Heute sehen wir zum ersten mal auch Touristen mit Wohnwagen aus Finnland.


6. Juli
Unser Platz im Wald war echt toll, die Polizei ist 2 x vorbeigefahren, wollte jedoch von uns nichts wissen.
Über Utena fahren wir in das Anykscial Naturreservat.
Auch hier ist das Camping frei und so finden wir einen schönen Platz direkt am Fluss. Ganz in der Nähe gibt es einen Tree Top Walk, von wo aus man einen wunderbaren Blick über den Flusslauf hat.
Es fängt an zu regnen, wir stehen etwas unschlüssig vor dem Auto und werden von einer Familie angesprochen. Auf dem Handy zeigt man uns die Worte: „Ich möchte euch füttern“. Die Einladung zum Essen nehmen wir natürlich gerne an. Die Gespräche der kommenden 2 Stunden sind nur mit Hilfe von Google möglich.
7. Juli
Nach zügiger Fahrt auf guten Straßen erreichen wir Rumsiskes.
Hier besuchen wir das Ethnographische Museum Litauens.
Auf einem 8 Kilometer langen Rundweg erwandern wir original wieder aufgebaute alte Bauerngehöfte sowie ein kleines Museumsdorf.
Für wenig Geld können wir hier auf dem Parkplatz vor dem Museum übernachten.

4. Juli
Wir entschließen uns zum Aussichtsturm in Merkine zurückzufahren um dort zu übernachten . Bis 23 Uhr sind ständig jugendliche Autofahrer am Platz und wir überlegen schon ob wir den Platz verlassen sollen. Jetzt kommt doch noch ein zweiter Camper der uns fragt ob wir die Nacht hier verbringen werden. Also bleiben wir. Kurz darauf sind alle jungen Leute verschwunden und wir genießen eine ruhige Nacht.
Heute legen wir die circa 100 Kilometer bis nach Vilnius auf hervorragenden Straßen zurück.
Der Campingplatz den wir uns im voraus herausgesucht haben ist ein Schock . Eine große asphaltierte Fläche ohne jeden Schatten, ohne Baum und Strauch dafür mit einigen Containern bestückt, in denen wir eine Küche und Toiletten und Duschen vorfinden.
Da der Platz außerhalb der Hauptstadt liegt entschließen wir uns mit dem Bus die circa 25 Minuten bis zur Altstadt von Vilnius zurück zu legen. Bezahlen können wir den Bus leider nicht , die Busfahrerin will von uns nichts wissen und der Automat nimmt nur elektronische Zahlung. Also fahren wir eben ohne….
Am Hauptbahnhof angekommen sehen wir zunächst einmal viele alte kaputte Häuser und noch mehr desolate Straßen. Nur wenige Minuten später, Richtung Altstadt, wandelt sich das Bild komplett .
Die Kopfstein gepflasterte Innenstadt mit dem Regierungssitz , der Stadthalle , der Basilika und vielen anderen Kirchen ist echt sehenswert.
Gassen mit kleinen Cafes und Läden runden das Bild ab. Auf dem Weg zurück zur Bushaltestelle entdecken wir ein kleines landestypisches Restaurant. Wir bestellen litauische gefüllte Teigtaschen die sehr lecker schmecken.
5. Juli
Nach einer kleinen Irrfahrt durch die Hauptstadt, kommen wir auf die Straße Richtung Aukstaitijos NP., die sich für den größten Teil der Strecke, circa 100 km , als Asphalt Flickenteppich entpuppt.
In Moletai besorgen wir uns Info Material für den Park.
Im Naturreservat vor dem eigentlichen Nationalpark angekommen, erleben wir einen Touristen Schock. Halb Litauen scheint sich hier zu versammeln.
Nach einer Fahrt über eine üble Wellblech- Piste , erreichen wir eine sogenannte Touristen Attraktion, ein Turm im Wald.
Wir halten uns nur ganz kurz auf und machen uns auf den Weg Richtung Nationalpark. Im Nationalpark gibt es viele freie Campingplätze , aber nach vielen Versuchen stellen wir fest, dass diese Plätze überfüllt sind.
Wir haben natürlich komplett vergessen das morgen ein Feiertag ist und somit ein langes Wochenende für die Litauer.
Es ist schon spät und wir entschließen uns für diese Nacht einfach in den Wald zu fahren.

2. Juli
Die Nacht brachte sehr starken Regen , unser Camper bleibt ihr doch trocken!
Von Meteliai fürt uns unser Weg durch herrliche Landschaften und einsame Straßen nach Süden in den kleinen Ort Merkine. Dort überqueren wir den Fluss Nemunas und kommen zu einer Aussichtsplattform von wo aus wir ein Teil des großen Flusstales überblicken können.
Wir wollen in den Dzukijos NP. der unweit der weiß russischen Grenze liegt .
Im Park dürfen wir an allen Picknick Plätzen auch übernachten .
Im kleinen Dorf Puvociai finden wir einen tollen Platz zum campen direkt am Fluss.
Am Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang durchs Dorf mit seinen zum Teil gut erhaltenen uralten Holzhäusern .
Eine große Jugendgruppe die bereits vor uns auf diesem Platz war , wird nun richtig aktiv . Tänze werden ein studiert , Feuerholz gesammelt , und verschiedene Vorführungen vorbereitet . Einige der Kinder machen sich einen Spaß daraus so nah wie möglich an unserem Auto vorbei zu rennen um zu sehen was wir denn da machen. Am späten Abend wird alles wieder ruhig und wir können beim rauschen des Flusses herrlich einschlafen .
3. Juli
Heute besuchen wir das etwas größere Dorf Marcinkonys, welches noch zum Nationalpark gehört , mit seiner kleinen Holzkirche.
Auf unserem Weg kommen wir durch den Kurort Druskininkai mit vielen schönen Holz-villen aus der Zarenzeit und einer kleinen durchaus sehenswerten orthodoxen Holz Kirche.
Uns ist aufgefallen dass im Gegensatz zu Polen die Menschen hier in Litauen sehr viel aufgeschlossener und freundlicher sind. Auch mit der Sprache haben wir kein Problem , da englisch von den meisten gesprochen wird.
Ach so: Maske trägt hier keiner. 🙂
Überall am Straßenrand werden frische Blaubeeren und Pilze verkauft.

Nachtrag zum 29. Juni.
Wir haben Feuchtigkeit im Auto, aber trotz intensiver Untersuchungen können wir kein Leck finden.
Für die kommende Nacht ist starker Regen angekündigt und so besorge ich mir eine Leiter um nach zu schauen ob die Fenster und das Dach dicht sind. Der Chef vom Bauernhof kommt persönlich und möchte der Sache auf den Grund gehen. Die Fenster scheinen in Ordnung zu sein.
Wir stellen jedoch fest, dass der Gummi der zwischen Dachrinne und Hochdach verklebt wurde komplett brüchig ist.
Unser erster Schritt wird sein die Gummidichtung auszutauschen. Dann werden wir sehen ob der Camper wieder dicht ist.
30. Juni.
Die Nacht brachte sehr starken Regen, innen blieb jedoch alles trocken, sehr erstaunlich!
Der Regen ist weggezogen und der Tag beginnt mit herrlichem Sonnenschein.
Gegen Mittag stellen wir unseren Sprinter für einige Stunden in die Werkstatt des Bauernofs. In den folgenden drei Stunden wird der alte Gummi von der Regenrinne entfernt und eine neue Gummimasse eingegossen.
Material und Arbeitszeit waren 93 Euro.
Die Dusche und das WC befinden sich im Wohnhaus, und es ist schon sehr merkwürdig durch die privaten Räumlichkeiten zu laufen.
Wir machen noch einen längeren Abendspaziergang und erleben einen phantastischen Sonnenuntergang.
1. Juli
Am Morgen geht es weiter Richtung der Grenze zu Litauen die wir ohne jegliche Kontrollen passieren dürfen.
In Litauen gibt es den Euro, außerdem ist das Land der deutschen Zeit eine Stunde voraus.
Kurz nach der Grenze ist eine Touri-Info wo wir uns mit Kartenmaterial und vielen Tipps eindecken.
Unsere heutige Übernachtung finden wir am Dusia-See, nahe des Dorfes Meteliai.