September 2020

September 2020
SCHWEDEN



29. September
Weiter geht die Fahrt Richtung Westen, denn wir möchten nocheinmal bis fast an die norwegische Grenze fahren.
Eine Route die uns durch verschiedene Natureservate Lapplands führt.
Bei Vilhelmina biegen wir auf eine der kleineren Straßen Nordschwedens ab.
Wir übernachten in der Nähe von Saxnäs an einem wilden Fluss mit Stromschnellen und Wasserfall.
Trotz Nebel entffachen wir ein Feuer und grillen Würstchen.
Ein Großteil des Landes liegt derzeit unter einer dicken Wolkenschicht begraben.
Trotzdem ist die Fahrt traumhaft schön, wir finden unter anderem tolle Picknickplätze mit Schnitzereien und Gemälden der Samen.
30. September
Von Saxnäs machen einen Abstecher nach Fatmomakkae.
Dieser Ort ist bereits seit der Steinzeit ein Versammlungsolatz der Samen. Dort stehen circa 100 Kothen und Kirchenhäuser, sowie eine Kirche.
An diesem sonst verlassenen Ort wird die Mittsommernacht ganz besonders gefeiert.
Weiter geht es Richtung Stekkenjokk auf ein circa 800 Meter hoch gelegene Plateau.
In dieser baumlosen, windigen Gegend sehen wir sehr viele Rentiere.
In Stora Blasjön sind wir nur 6 km von der norwegischen Grenze entfernt.
Etwas weiter südlich übernachten wir auf einem Naturparkplatz mit herrlichen Blick über Berge und den Blasjöälven-See.

27. September
Wir haben gestern Abend noch unseren Standplatz gewechselt, da es uns dort zu unruhig wurde, weil immer mehr junge Leute zum Fluss kamen.
Beim Panzermuseum fanden wir einen guten Ersatzplatz und hatten eine sehr ruhige Nacht.
Heute morgen besuchen wir die Weltkulturerbestätte Gammelstads Kyrkstad, ein vor 800 Jahren entstandenes Kirchdorf bei Lulea mit über 400 Holzhäuschen.
Etwas weiter südlich gibt es mitten in dem kleinen Örtchen Rosvic einen Stellplatz inklusive dem kompletten Service für 15 €.
28. September
In Pitea, bei einer „OK Q8“-Tankstelle, können wir unsere Gasflasche mit dem von uns mitgebrachten Adapter füllen lassen.
Am 132 Tag unsere Reise haben wir zum ersten Mal Nebel, und zwar den ganzen Tag.
Da wir wieder in den Westen Schwedens möchten, fahren wir vorbei an den kleinen Orten, Abborrträsk und Mala bis zu den Stromschnellen des Vindel-Flusses.
Auf einem großen Parkplatz mit einer Schutzhütte finden wir ein schönes Plätzchen für die Nacht mit Blick über den breiten Fluss.
Bei einem Spaziergang sammeln wir noch die Beeren fürs Müsli Frühstück.

25. September
Nach einer regenreichen Nacht empfängt uns ein angenehm warmer Morgen mit Temperaturen um die zehn Grad.
Heute wollen wir schauen ob wir unsere Gasflaschen auffüllen können, dazu fahren wir zu verschiedenen Händlern in Jokkmokk.
Leider kann uns hier niemand helfen.
Wir werden in der nächst größeren Stadt ca. 250 km weiter südlich, unser Glück neu versuchen.
Wir bleiben heute noch einmal nördlich des Polarkreises und fahren an den Picknick Platz am See von vorgestern zurück.
Es wird eine kalte Nacht und so mache ich mich gleich auf dem Weg einen Baum zu fällen.
Ab 21 Uhr stehen wir draußen vor unserem kleinen Feuer und warten auf die Nordlichter.
Ab 22 Uhr geht es richtig los, die Aurora Borealis leuchtet in den verschiedensten Formen.
Der Höhepunkt der Nordlichter ist gegen 23 Uhr. Mit minus 2 Grad ist es lausig kalt. Aber wir harren aus, um dieses fantastische Naturschauspiel zu genießen.
26. September
Heute ist ein ereignisreicher Tag für uns, denn wir verlassen südlich von Jokkmokk den Polarkreis. Seit Rovaniemi in Finnland haben wir uns 30 Tage lang in der arktischen Zone aufgehalten.
Wir übernachten in der Garnisionsstadt Boden in der nähe eines Staudamms, an einem Anglerplatz am Luleälven-Fluß.

23. September
Wir sitzen gerade gemütlich beim Frühstück, trauen unseren Augen nicht, denn direkt neben uns landet ein Hubschrauber.
Er sammelt ein Paar mit sehr viel Gepäck und Jagdausrüstung auf.
Wahrscheinlich gehen sie auf die Jagd nach dem Tier, was wir schon seit langem versuchen zu sichten.
Am Wegesrand sehen wir plötzlich drei Auerhühner, ein schöner Anblick.
Heute ist ein Kein-Wetter-Tag.
Es gibt keinen Regen, keine Sonne, keinen Sturm und keine Wärme.
Wir verlassen die Hauptstrecke kurz vor Jokkmokk, um wieder einmal auf einer Nebenstrecke die wunderschöne schwedische Landschaft zu genießen.
Wir finden einen tollen Platz am Skalkka-See.
Auf unserem Spaziergang entdecken wir unglaublich viel Elchlosung.
Jetzt bleibt es nur abzuwarten bis eine Horde von den Tieren vorbeikommt. 🙂
Es dämmert und plötzlich, ich glaube es nicht, haben wir wieder Mücken um uns herum. Das müssen Winter Mücken sein. 🙁
Drei weitere Camper kommen noch im Laufe des Nachmittags und abends auf den Platz. Einer von ihnen entfacht ein kleines Feuer und so warten wir gemeinsam auf die Nordlichter, die dann auch pünktlich um 21 Uhr großflächig am Himmel erscheinen. Für eine ganze Stunde dürfen wir dieses Schauspiel bewundern.
24. September
Die Nacht war frostig kalt, ca. 2 Grad Minus.
Unsere Heizung macht Überstunden.
Elche kamen nicht vorbei.
Nach einer kurzweiligen Fahrt und Großeinkauf, denn der Kühlschrank ist leer, buchen wir uns auf dem Campingplatz in Jokkmokk ein.

21. September
Auf unserem Weg nach Süden machen wir heute einen Stop in Jukkasjärvi.
Wir besichtigen die hübsche Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert.
In dieser eiskalten, kleinen Kapelle sind die Altarbilder, die von den Samen gemalt wurden, im naiven Stil gehalten.
In den Wintermonaten kommen viele Touristen hierher um im hiesigen Eishotel zu nächtigen.
Auf dem Weg in den Stora Sjöfallets-NP. übernachten wir neben einem reißenden Fluss auf einem der vielen hier angelegten Picknickplätzen.
Neben uns steht ein nagelneues Holzhäuschen, in dem sich eine Trockentoilette befindet, diese steht einsam in einem 15 Quadratmeter großen Raum, den man ansonsten auch gut für Übernachtungen hätte nutzen können.
Wir haben uns angewöhnt um circa 22 Uhr noch einmal hinaus in die Dunkelheit zu gehen, um in den Himmel zu gugge.
Heute hatten wir zum zweiten mal Glück.
Über uns eine glasklare Nacht mit Millionen von Sternen am Himmel, durchzogen von einem riesigen Nordlichtbogen.
22. September
Heute sind wir den ganzen Tag im
Stora Sjöfallets N.P. unterwegs.
Leider ist das Besucherzentrum geschlossen, obwohl es laut Aushang bis zum 27. geöffnet sein sollte.
Es gibt ein kleines Freilichtmuseum das wir zwischen Regen und Sonnenschein besuchen.
Nicht weit von hier ist ein Wasserfall den wir erwandern möchten.
Der Weg geht über glatte Felsen und der Sturm wird so stark dass wir uns nicht mehr halten können. Wir brechen diese Wanderung kurzerhand ab.
Wir befinden uns in einer total wilden, stürmischen Umgebung. Das Landschaftsbild ist von großem dunklen Felsbrocken geprägt.
Vor uns Schnee bedeckte Bergmassive.
Wir finden ein abgelegenes Hotel wo wir einen freien WLAN Zugang haben, deshalb ergänzen wir unseren Blog schon am frühen Nachmittag.

19. September
Diese Nacht war mit wenig Schlaf gesegnet.
Warum: Es stürmt heftig, es regnet ununterbrochen und wir sind uns unsicher ob der reißende Bach neben uns soweit ansteigt dass er uns gefährlich werden könnte.
In der Dunkelheit, und bei so starkem Regen möchten wir nicht mehr weg fahren um einen andere Platz zu suchen.
Der Morgen: Es hat aufgehört zu regnen, draußen sind es gerade mal zwei Grad plus und die ersten Sonnenstrahlen stimmen uns positiv.
Wir passieren die Grenze nach Schweden, wieder einmal ohne jegliche Kontrolle.
Die Landschaftsform verändert sich relativ schnell. Das schroffe Norwegen wird hier von einer lieblicheren Landschaft abgelöst.
Der Sturm bläßt fast den ganzen Tag, und bei einem Fotostop, hätte es mir beinahe die Tür aus der Hand gerissen.
Zügig fahren wir die 120 km nach Kiruna, wo wir einen Campingplatz ansteuern. Mit 36 € nicht gerade billig, jedoch sehr komfortabel. Wir dürfen die Wäscherei drei Stunden ganz privat für uns alleine nutzen.
Jetzt ist wieder mal alles richtig sauber.
Am frühen Nachmittag spazieren wir durch Kiruna, ein typischer Wintersportort.
Auch diese Nacht scheint wieder kalt zu werden, denn draußen, um 21 Uhr, sind es noch zwei Grad plus.
Im Camper ist es kuschelig warm, da wir eine kleine Keramikheizung dabei haben.
20. September
Wir lassen den Camper stehen und spazieren um einen Hügel herum, der direkt hinter unserem Campingplatz liegt.
Hier sind fast alle Wege auch für Snowmobile und Langläufer ausgelegt.
Wir besichtigen die hübsche Holzkirche in Kiruna und fahren dann gemütlich zu unserem heutigen Ziel nach Nikkaluokta.
Hier leben überwiegend schwedisch- lappländische Samen.
Auf einem von Wind gepeitschten Hügel steht die Kapelle von Nikkaluokta.
Die Straße endet hier, ein paar Kilometer zurück gibt es einen großen Picknickplatz mit Blick auf die umliegenden Berge und auf den Paittasjärvi-See.
Wir übernachten hier in einem der schönsten Täler Lapplands.

17. September
Vom Campingplatz aus möchten wir den nahegelegenen Wasserfall Fosselvossl anschauen. Laut Wanderbeschreibung sind es nur 1,6 km, also kein Problem für uns.
Der Weg geht jedoch nur steil bergauf, über Stock und Stein. Die Kletterprtie führt uns weit über die Baumgrenze hinaus.
Oben angekommen pfeift ein heftiger Wind, und das bei knapp vier Grad.
Über Nacht haben alle Gipfel um uns herum eine weiße Kappe bekommen. Der Winter steht vor der Tür.
Später als geplant folgen wir unserer Route Richtung Süden.
Fast den ganzen Tag fahren wir mit dem Panorama der Lyngs-Alpen entlang des Lyngen Fjords.
Unseren Stellplatz für die Nacht finden wir nahe bei dem Örtchen Oteren am Ende des Fjords mit sagenhaftem Blick auf Schnee bedeckte Berge.
18. September
Geplant war ein Stopp auf den Lofoten, die Wettervorhersage für die nächsten 10 Tage ist allerdings so schlecht, dass wir uns entschließen diesen Teil der Welt später einmal zu besuchen.
Bei strömenden Regen, der sich später noch in Starkregen verwandelt, schlängeln wir vorbei an unsichtbarer Landschaft, Richtung Schweden.
Unterwegs besuchen wir noch einen „Samen“- Shop, der sich in einem riesigen Tipi Zelt befindet.
Wir übernachten nahe Björnfjell kurz vor der Grenze zu Schweden an einem reißenden Bach mit Wasserfall.

16. September
Heute morgen scheint die Sonne auf den vor uns liegenden Gletscher.
Wir sind früh unterwegs und genießen die Fahrt entlang der Fjorde.
Am späten Vormittag öffnet der Himmel seine Pforten und so entschließen wir uns auf einen Campingplatz auszuweichen.
Es gibt Waschmaschine und Trockner, eine Campingküche und mal wieder hervorragende heiße Duschen, Strom und natürlich WLAN.
Es ist jetzt 18 Uhr, jedoch haben wir immernoch niemanden gefunden der für den Campingplatz zuständig ist. Am Eingang des Platzes hängt ein Schild „geöffnet“. Warten wir mal ab.

14. September
Wir besuchen die Weltkugel in Hammerfest, der nördliche Punkt des Meridianbogens, der sich bis zum schwarzen Meer erstreckt.
Von jetzt an wird uns unsere Reise in südliche Richtung führen.
Wir stoppen an einer Felsnase, die als Opferstein der Samen noch heute genutzt wird. Bei näherer Begutachtung entdecken wir dort einen noch frischen Rentierchädel.
Nach einer Passüberquerung sind wir begeistert von den herrlichen Farben des Herbstes, halten an und begeben uns auf eine kleine Wanderung hinauf auf einen der Hügel.
Um uns herum finden sich noch Schneereste des vergangenen Jahres.
Unser heutiges Ziel, Alta, erreichen wir am späten Nachmittag.
Wir schauen uns die hochmoderne Kathedrale von Alta von außen an. Für einen Besuch ist es schon zu spät.
Da uns Häfen magisch anziehen, übernachten wir auch heute an einem Fähranleger.
15. September
Eigentlich wollten wir heute Morgen das hiesige Museum anschauen, jedoch hält uns eine große Schar Kinder davon ab. 🙂
Nach knapp 100 km erreichen wir den Ausgangspunkt für unsere kleine Wanderung. Wir laufen ein Teilstück zum Gletscher Oksfjordjokelen.
Der Weg stellt sich als matschige
Kletterpartie heraus und nach circa drei Kilometern kehren wir um.
Die Ausläufer des Gletschers können wir sehr gut sehen.
Nun geht es in den kleinen Fischerort Oksfjord der sich sehr malerisch in die norwegische Landschaft einpasst.
Auf dem Rückweg finden wir einen erstklassigen Stellplatz für die Nacht, zwar direkt an der Strasse, jedoch mit tollem Blick auf den Oksfjordjokelen Gletscher, der viertgrößte Norwegens.

12. September
Wir stehen auf und checken den Wetterbericht. Der sieht hervorragend aus und so entschließen wir uns direkt zum Nordkap zu düsen.
Die meiste Zeit fahren wir an dem 120 km langen Porsangen-Fjord entlang.
Wir können es nicht oft genug erwähnen, die Landschaft ist grandios!
Auf dem Weg zum Nordkap gibt es drei Tunnel. Der erste davon ist ein alter, schlecht beleuchteter Tunnel, der zweite ist circa 6 km lang, geht steil nach unten und führt unter dem Fjord Einschnitt hindurch.
Die letzten 30 km führen über eine schmale Teerstraße mit vielen Pässen und Kurven.
Schon am frühen Nachmittag erreichen wir das Nordkap. 🙂
Die Parkplatz Gebühr für 12 Stunden beträgt 350 Kronen, umgerechnet ca 35 €.
Weitere 50 € würde der Eintritt für das Museum kosten, das schenken wir uns, weil wir von anderen Touris gehört haben, dass es sich nicht lohnen würde.
Auf dem riesigen Parkplatz stehen lediglich 10 Fahrzeuge, die Sonne scheint, und wir haben einen herrlichen Rundblick über das Nordmeer.
Die Temperatur im Schatten beträgt 8 Grad bei frostigem Wind.
Ganz langsam fahren wir ein Stück nach Süden um einen grandiosen Stellplatz für heute Nacht zu ergattern.
Von hoch oben blicken wir über die Tufjorden-Bucht an deren Ende sich die nördlichste Spitze Europas befindet.
Um 22:30 Uhr, als Maria gerade die Gardinen zumachen will, sehen wir plötzlich über uns Nordlichter.
Natürlich ist jetzt an schlafen nicht mehr zu denken.
Wir ziehen schnell genügend Klamotten an, dann raus in die Kälte und in den Himmel gugge.
Ca. eine Stunde dürfen wir dieses Naturschauspiel beobachten, und das am Nordkap!
Natürlich geben die Fotos nicht das wieder was wir tatsächlich am Himmel erleben durften.
13. September
Trotz Bewölkung ist die Aussicht heute Morgen auf den unter uns liegenden Fjord einzigartig.
Los geht’s Richtung Hammerfest.
Wegen regnerischem Wetter machen wir nur einen Stop zur Mittagspause, wo sich gerade drei verschiedene Husky-Teams mit Sommerschlitten auf den Weg machen. Die Tiere sind sehr aufgeregt und können es kaum erwarten endlich los zu laufen.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Hammerfest, eine der nördlichsten Städte der Welt.
Wir machen einen Stadtrundgang und besichtigen die 1961 erbaute Hammerfest Kirke. Ein echter Blickfang.
Vor 48 Jahren habe ich diese Kirche bei einer Winterreise schon einmal besucht.
In der Touristeninformation schauen wir uns das Museum der Geschichte und Kultur Hammerfests an.
Ich trete noch dem königlichen Eisbären- Club bei.
Wir parken heute Nacht direkt im Hafen.

10. September
Über Neiden entlang des Vorangerfjorden erreichen wir nach ca. 170 km Ekkeroy.
Gleich zu Anfang überwältigen uns herrliche Aussichten über den Fjord.
Die Sonne lacht vom Himmel.
Unterwegs halten wir ganz oft an, um die wunderschöne Landschaft zu genießen.
Auf einer Landzunge schauen wir uns die alte Holzkirche in Nesseby an.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Ekkeroy, ein Ort in dem nur 40 Personen leben.
Hier unternehmen wir eine Wanderung in einem Naturreservat das berühmt ist für seine Vogelfelsen.
Im Frühjahr brüten hier tausende von Vögel.
Zu dieser Jahreszeit sind hier noch Kormorane, Enten und Möven.
Oberhalb der Steilküste führt uns der 7 km lange Rundweg zu einem ehemaligen, aus Holz gebauten, Wachturm aus dem 19. Jahrhundert.
Hier treffen wir einen etwas verrückten Norweger, der diese Tour bis zu acht mal täglich absolviert. Wie er uns erzählt beruhigt das seine Seele.
Meine Seele ist mit nur einmal 7 km voll auf beruhigt… 🙂
Plötzlich, weit unter uns, sehen und hören wir das auftauchen und ausatmen eines Wales.
Nach der Wanderung bewundern wir noch die herrliche Aussicht und fahren danach einige Kilometer weiter und finden einen traumhaft schönen Platz in der Nähe von Vadso mit Blick über den Fjord.
Neben uns plätschert ein kleiner Wasserfall.
11. September
Heute ist ein langer Fahrtag.
Über Tana und Ifjord geht unsere Reise bis 30 km vor Lakselv.
An vielen kleinen Fjorden, Bergemassiven, Schluchten, halbwüstenartigen, baumlosen Hochplateaus vorbei, kommen wir auf den zum Teil guten Straßen zügig vorwärts.
Einer von vielen Fotostops, ist der Silfar-Canyon.
Nach knapp 300 km, soviel sind wir seit unserer Abreise aus Deutschland nicht mehr an einem Tag gefahren, findet sich ein Kiesel-Strandparkplatz neben einigen Fischer Booten.
Im Hintergrund plätschert schon wieder ein Wasserfall. Vor uns schon wieder Berge, wir freuen uns!

7. / 8. September
Nachtrag zum 7. September
Wir können die Grenze nach Norwegen, mit einer grünen Ampel versehen, passieren, kein Mensch weit und breit.
Wir schlafen 15 km entfernt auf einem kleinen Parkplatz bei einem Wasserfall.
8. September
Nach einem kurzen Halt in Kirkenes fahren wir nach Süden in den Ovre Pasvik N.P.
In Swanvik holen wir uns einige Informationen über den Nationalpark und erleben eine ganz tolle Ausstellung mit einem kurzen Film über den Park mit seiner Flora und Fauna. Erwähnenswert wäre noch, dass im Park circa 50 Bären leben. (von denen wir alle 50 nicht gesehen haben.) 🙂
Von Swanvik zu unserem Übernachtungs-Platz im Nationalpark sind es ca 70 km.
Es ist die schlechteste Straße die wir seit unserer Afrika Reise gefahren sind.
Löcher und Querrillen brachten uns auf eine maximale Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern.
Dort angekommen finden wir vermüllte Feuerstellen und 10 weitere Fahrzeuge vor. Dieses gefällt uns wenig und so entschließen wir uns ein kleines Stück zurück zu fahren um in einer sehr schönen kleinen Parkbucht direkt am See zu nächtigen.
Tausende von kleinen Fliegen verschönern unseren Abend. 🙁
9. September
Nach einem mühseligen Weg zurück, finden wir am Langfiordvatn, einen tollen Aussichtspunkt, wo wir eine längere Mittagspause einlegen.
In Kirkenes angekommen bleiben wir heute Nacht auf dem Parkplatz der Hurtigruten-Schiffe. Hier darf man frei stehen und es gibt Ver-und Entsorgung für Camper.

6. September
30 Kilometer nördlich von Inari fahren wir auf die schmale Straße 971 Richtung Neiden / Norwegen.
Kurz nach der Abzweigung fällt uns ein kleines Schild auf, dass uns den Weg zu einem Aussichtsturm weist. Wir biegen natürlich dorthn ab. Angekommen, haben wir einen fantastischen Blick über die einsame Seen und Waldlandschaft Lapplands.
Viele Bäume sind schon herbstlich gelb, die derzeitigen Temperaturen sind für diese Jahreszeit jedoch zu hoch.
Für unsere Mittagspause findet sich ein wunderschöner, kleiner Platz für Angler.
Hier lassen die Leute alles liegen was sie wieder benutzen wollen, wie z.B. zwei Töpfe, eine Säge, ein paar Schuhe und natürlich auch mehrere Boote.
Wir fahren in ein Dorf um einen geeigneten Platz für die Nacht zu finden. Leider erfolglos.
Kurze Zeit später biegen wir auf eine Erdstraße ab, der wir einige Kilometer folgen.
Gleich zu Anfang gibt es einen geeigneten Platz, den wir zunächst links liegen lassen.  Wir entschließen uns aber dann doch zu dem zuerst gefunden Ort zurückzukehren.
Maria pflückt mal wieder eine Mischung aus Preisel und Blaubeeren, und ich streife durch die Wälder um ein paar dünne Bäume umzumachen. Heute schmecken die Grillwürste besonders gut. 🙂
Im Wald finden sich mehrere Stellen mit Elchlosung. Das Tier dazu fehlt uns noch.
An unserem kleinen See tummelt sich ein Singschwan Paar.
7. September
Auf dem Weg zur Grenze machen wir in einem kleinen Dorf halt, um ein Museum anzuschauen, welches jahreszeitlich bedingt schon geschlossen hat.
Von hier aus gibt es Wandermöglichkeiten zu verschiedenen Seeen.
Nach der Wanderung ist Mittagspause angesagt.
Mit Blick auf einen rauschenden Fluss ergänzen wir heute schon, am frühen Nachmittag, die Webseite, um dann später, gegen Abend, Richtung Grenze weiter zu fahren. 

4. September
Nach 108 Tagen Reise erreichen wir Inari am gleichnamigen See, der doppelt so groß ist wie der Bodensee.
Unzählige Buchten gewähren Aussichten auf den glasklaren See.
Hier lebt das Volk der Samen, die auch im finnischen Parlament vertreten sind.
Wir nutzen den regnerischen Tag für einen Großeinkauf und genießen am Abend den Luxus einer Sauna auf dem Campingplatz.
Natürlich habe ich während der Saunagänge einen Sprung in den Inari-See gewagt. Es war eine sehr erfrischende Erfahrung.
5. September
Den gesamten Vormittag verbringen wir im SIIDA-Museum.
Siida ist die traditionelle, soziale Organisationsform der Samen Nordeuropas.
Das Museum widmet sich der Tradition und Kultur der Samen.
Nach der Mittagspause unternehmen wir eine sechs Kilometer Wanderung zur Hängebrücke Jäniskoski die über die Stromschnellen vom Juutuanjoki-Fluß führt.
Unseren Stellplatz für die Nacht finden wir vier Kilometer außerhalb von Inari.

2. September
Kurz vor unserer Abfahrt überrascht uns ein Seniorenclub. Die Herrschaften machen ein großes Feuer und packen ihre Grillwürste aus.
Auf dem Weg nach Norden kommen wir an einem ehemaligen Goldgräberdorf Tankavaara vorbei.
In den 1870er Jahren waren hier circa 600 Glücksritter beim Goldwaschen.
Wir schauen das alte, etwas vernachlässigte Goldsucherdorf an.
Circa 40 km vor Ivalo, etwas abseits der Hauptstraße, bleiben wir auf einem Wanderparkplatz für die Nacht.
Wir sehen die erste größere Rentierherde, die gemütlich an uns vorbeizieht.
3. September
Nur zehn Kilometer von unserem Übernachtungsolatz entfernt liegt der Skiort Saariselkä.
Hier ist die Hölle los, ein Ski-Hotel neben dem anderen. Die Saison fängt jetzt im September gerade an. Schon jetzt sind die meisten Hotels mit Wanderern aus Finnland gut gebucht, so verrät man uns an der Touri-Info.
Weiter Richtung Ivalo finden wir einen Parkplatz auf einem 400 Meter hohen, sturmgepeitschten Hügel.
Die Vegetation hier oben ist extrem karg, niedriger, spärlicher Baumbestand.
Am Nachmittag erreichen Ivalo und parken unseren Camper direkt am Fluss Ivalojoki.
Das Zentrum der Stadt ist nur wenige Gehminuten von hier entfernt, und so genehmigen wir uns heute Abend eine Pizza.

01. September
Heute haben wir uns eine größere Wanderung vorgenommen, denn wir wollen auf den Ukko-Luosto Berg.
Über Wanderwege und mehr als 500 ganz neu aus Holz gefertigten Stufen, erreichen wir am frühen Nachmittag den Gipfel.
Die Sonne kommt gerade heraus und wir haben einen wundervollen, 360° Blick, über die karge Landschaft Lapplands.
Auch heute kommen wir nicht weit, denn wir können uns von dieser, für uns landschaftlichen reizvollen Gegend, kaum trennen.
Nördlich von Sodankylä entdecken wir via „Park4Night“ einen Stellplatz mit Schutzhütte und Grill an einem Fluss.
Ausnahmsweise ist das Holzlager leer. So bin ich gezwungen in den Wald zu gehen um trockene Tannen zu sägen. 🙂
Die Grillwürste, die wir wie die Finnen, auf Spieße stecken, bruzeln auf dem offenen Feuer hervorragend.
Am gegenüberliegenden Ufer, gerade noch sichtbar, steht ein weißer Camper.